Ahnengeister

Acamas Briefe II - Vom Weg abgekommen

Meine Brüder und Schwestern,

ich würde euch gerne berichten, dass wir dem Ziel, ein Stück reine elementare Luft zu bekommen, schon sehr nahe sind. Leider ist genau das Gegenteil der Fall. Eigentlich lief alles recht gut. Ohne größere Probleme fanden wir aus den Nebelsümpfen heraus und stießen bald auf den „Heulenden Warg“, ein Gasthaus, in dem wir seit langer Zeit endlich mal wieder gut schlafen, essen und trinken konnten. Der Wirt konnte uns sogar den Weg in Richtung Throal weisen, wo wir uns Hilfe wegen des letzten Elementarteilchens erhoffen. Als Dank wollten wir ihm nur einen kleinen Gefallen tun, wer konnte ahnen in welch ein Schlamassel wir da mal wieder reingeraten.

Direkt auf unserem Weg lag das Haus eines Jaspree-Questors, der noch ein Päckchen vom Wirt erwartete. Da der Wirt uns den Questor als weisen Mann beschrieb, hatte ich gehofft, dass er uns wegen Rakas Zeichnung durch den Diener der Rachepassion weiterhelfen könnte. Nur leider schien er selbst mehr auf unsere Hilfe angewesen zu sein wie andersherum, denn sein Turm war verwüstet. Jemand hatte ihn aufgebrochen, und die meisten seiner Tiere getötet. Nur ein kleiner halb verhungerter Falke schien überlebt zu haben. Mal wieder eine Aufgabe für Raka, als ob sie nicht schon genug Tiere hätte. Der Questor war ebenso verschwunden wie die Plünderer. Da ganze schien schon eine Weile her zu sein, daher wollten wir nur noch eben sehen was sich machen lässt, bevor wir weiter mussten. Aber nein, ich musste ja dieses Buch finden und es Djashu geben.

Von einem Moment auf den anderen war Djashu verschwunden, so wie bald auch Raka und ich. Eingesogen von der seltsamen Magie des Buches sind wir nun in Mitten einer eisigen Gebirgsgegend. Passend, da das Buch den Titel hatte: Geschichten aus dem Eiswindtal. Ich frage mich warum uns das immer passieren muss. Dieses vermaledeite Buch zu finden und nun nicht zu wissen, ob wir noch in Barsaive oder eher der neue Teil einer Geschichte in einem Buch sind, erinnert mich viel zu sehr an diesen Maskenball des Todes. Aber wie auch da, werden wir auch diesmal einen Weg finden zurück zu kehren und mit etwas Glück sind diese Berge ja vielleicht sogar die Berge über Throal.

Doch jetzt müssen wir erst einmal die Kälte überleben. Wir hocken hier in einer kleinen gemauerten Hütte unter der Schneedecke und frieren. Nur Djashu scheint es mit diesem Mantel des Nähers gut getroffen zu haben. Auch wenn mir bei dem Gedanken, den Mantel zu tragen, die Nackenhaare aufstellen, muss ich zugeben, dass er doch ziemlich warm zu sein scheint. Normalerweise wäre Djashu die erste, die sich wegen der Kälte beschwert. So kann sie uns über ihre Zauber ab und zu etwas Wärme abgeben und die Kälte für einige Zeit erträglicher machen. Aber auch das wird uns nicht helfen. Finden wir keinen besseren Unterschlupf, oder genug Holz für ein wärmendes Feuer, dann werden wir hier nicht lange überleben.

Nie habe ich die prasselnden Feuer und die Wärme der vielen Orks in unseren Zelten mehr vermisst. Diese Gedanken helfen mir, dass hier alles durchzustehen. Ich hoffe ihr haltet durch dort wo ihr seid genau wie wir hier, denn schon bald werden wir wieder zu euch stoßen. Sobald wir herausgefunden haben, wo bei den Passionen wir hier sind.

Acama

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Bartimaeus

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